über F. Wiesel

F. Wiesel baut fiktionale Räume, um durch diese Geschichten zu erzählen und Realität zu betrachten. In ihren genreübergreifenden Performanceformaten bilden Figuren- und Objekttheater, Setbau, sowie der Einsatz analoger Filmtricktechnik einen Schwerpunkt. Unter Bezugnahme auf kunsthistorische und literarische Referenzen, entstehen dichte Bilderwelten. Perspektiven werden verändert, manipuliert – was groß erscheint, ist ein Zwerg, Fell wird zur Steppe. In der Arbeit mit optischen Tricks, lenkt F. Wiesel den Blick auf die Miniaturen und Details; Fundstücke, Auszüge aus Romanbeschreibungen, oder Teilfunktionen gesellschaftlicher Systeme – Hinzu kommt der umfangreiche Einsatz technischer Mittel; Licht- und Sounddesign, Videomontage und Computersimulation, wirken im Bezug zu gebauter Architektur, Sprechern und Figuren.

Besucher werden in diese Settings eingeladen. Im Spiel mit Immersion in eigenwillige Welten, sind die Zuschauer eingeladen, selbst Weltenbauer zu werden, Geschichten und Funktionszusammenhänge zu entdecken.
Wiederkehrende Themenfelder sind Science-Fiction, dessen Beschäftigung mit alternativen Kosmen und Gesellschaftsanordnungen, sowie daraus entstehende wissenschaftstheoretische Fragestellungen. Die Arbeiten von F.Wiesel sind generationenübergreifend rezipierbar. Entwickelt werden sie mit Passion für Detailarbeiten und Miniaturen.

Jost von Harleßem und Hanke Wilsmann sind 1987 geboren. Sie studierten Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeiten freischaffend, in den Bereichen Licht- und Videodesign, Bühnenbild und Fotografie im Raum Frankfurt.
Als erste gemeinsame Arbeit entstand 2011 das Figurentheaterstück Clarenville, welches in den folgenden Jahren in Frankfurt, Mannheim und Gießen gezeigt wurde. 2015 entwickelten sie für eine Vortragsreihe in Zürich die Figur Karl der Große und produzierten in Kooperation mit dem Festival Wunder der Prärie in Mannheim die performative Installation Zakopane. 2017/18 recherchieren sie im Rahmen einer Residenz im Fleetstreet Theater Hamburg für die Live-Video Performance SUPERQUADRA, die im Rahmen der Treibstoff Theatertage Basel 2017  uraufgeführt wird. 2017 wurden sie mit dem Ponto Performance Preis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet.

Kontakt: info@flinkwiesel.de