über F. Wiesel

F. Wiesel baut fiktionale Räume, um durch diese Geschichten zu erzählen und Realität zu betrachten. In ihren genreübergreifenden Performanceformaten bilden Figuren- und Objekttheater, Setbau, sowie der Einsatz analoger Filmtricktechnik einen Schwerpunkt. Unter Bezugnahme auf kunsthistorische und literarische Referenzen, entstehen dichte Bilderwelten. Perspektiven werden verändert, manipuliert – was groß erscheint, ist ein Zwerg, Fell wird zur Steppe. In der Arbeit mit optischen Tricks, lenkt F. Wiesel den Blick auf die Miniaturen und Details; Fundstücke, Auszüge aus Romanbeschreibungen, oder Teilfunktionen gesellschaftlicher Systeme – Hinzu kommt der umfangreiche Einsatz technischer Mittel; Licht- und Sounddesign, Videomontage und Computersimulation, wirken im Bezug zu gebauter Architektur, Sprechern und Figuren.

Besucher werden in diese Settings eingeladen. Im Spiel mit Immersion in eigenwillige Welten, sind die Zuschauer eingeladen, selbst Weltenbauer zu werden, Geschichten und Funktionszusammenhänge zu entdecken.
Wiederkehrende Themenfelder sind Science-Fiction, dessen Beschäftigung mit alternativen Kosmen und Gesellschaftsanordnungen, sowie daraus entstehende wissenschaftstheoretische Fragestellungen. Die Arbeiten von F.Wiesel sind generationenübergreifend rezipierbar. Entwickelt werden sie mit Passion für Detailarbeiten und Miniaturen.

Jost von Harleßem und Hanke Wilsmann studierten Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeiten freischaffend, in den Bereichen Licht- und Videodesign, Bühnenbild und Fotografie im Raum Frankfurt.
Als erste gemeinsame Arbeit entstand 2010 das Figurentheaterstück Clarenville, welches in den folgenden Jahren in Frankfurt, Mannheim und Gießen gezeigt wurde. 2015 produzierten in Kooperation mit dem Festival Wunder der Prärie in Mannheim die performative Installation Zakopane. 2017 wurde im Rahmen der Treibstoff Theatertage Basel die Live-Video Performance SUPERQUADRA uraufgeführt, die in Folge am Staatsschauspiel Dresden, am Mousonturm Frankfurt und in Mannheim zu sehen war. 2017 wurde SUPERQUADRA auf der Shortlist des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens geführt.  2017 wurden F. Wiesel sie mit dem Ponto Performance Preis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet. Die daraus hervorgehende Arbeit Bermuda feierte im April 2019 Premiere am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt. 

Kontakt: info@flinkwiesel.de