HOPE

Ein Nachtstück von nebel nebel & F. Wiesel

F. Wiesel und nebel nebel begeben sich gemeinsam auf Mondmission: Mit Figurenspiel, Robotik und Schauspiel verbinden die beiden Gruppen ihr gemeinsames Interesse für Details, Science Fiction und innovatives Storytelling, um das Theater als Raum des gesellschaftlichen Aushandelns von Strukturen zu nutzen. Irgendwo zwischen Messestand und Videospiel macht HOPE den Mond zur Bühne und lädt ein zur gemeinsamen Begehung.

Großstädter retten sich in Schrebergärten, andere annektieren ganze Länder und rund 60 Jahre nach der ersten Mondlandung ist das All noch immer Projektionsfläche für Machtfantasien. Was einst Segelschiffe über Ozeane trugen, fliegt heute in Raketen durch die endlose Weiten: die alte Idee, dass sich alles erobern, vermessen, verwerten lässt.

Aber wie entkommt man einem territorialen Besitzdenken, das bis zu den Sternen reicht?

«Der Erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen „Dies gehört mir“ und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört.»

(Jean‐Jacques Rousseau: Diskurs über die Ungleichheit)

«Maybe you can’t own it here… but you can own it up there.»
(lunarembassy.com)

Konzeption, Text, Regie: nebel nebel & F. Wiesel (Hannah von Eiff, Lisa Chiara Kohler, Balthasar Wörner, Hanke Wilsmann, Jost von Harleßem)
mit: Hardy Jürgens,  Emma Stratmann
Bühne & Kostüm: Hannah von Eiff, Lisa Chiara Kohler 
Technische Gestaltung, Video: Jost von Harleßem
Musik: Balthasar Wörner
Produktion: Heidrun Schlegel, Hannah von Eiff

Premiere: 31. Juli 2026, Pathos Theater München
weitere Vorstellungen: 1.+2.8.2026, Pathos Theater München
September 2026, Landungsbrücken Frankfurt

Eine Produktion von F. Wiesel und nebel nebel. Gefördert im Rahmen der Debütförderung der Stadt München, der Mehrjahresförderung des Kulturamtes der Stadt Frankfurt sowie der Kulturförderung des Bezirks Oberbayern.